Das Klopfen an der Tür drang erst nicht durch den lustvollen Schleier, der Neas Gedanken gefangen hielt. Erst als der köstliche Geschmack seiner Lippen verschwand, öffnete sie blinzelnd die Augen.
Das Klopfen wurde lauter, schon nahezu drängend.
„Einen Moment..“, rief er murrend zu dem noch versteckten Störenfried.
Sicher stand er mit ihr auf den Armen auf, setzte sie dann jedoch in den bequemen Sessel, wo sie vor nicht mal ein paar Augenblicken die höchste Lust erlebt hatten. Mit leisem Zähneknirschen starrte Nea auf seinen herrlich breiten Rücken als er nach seinem Gewand griff. Wer immer da gestört hatte, sollte ihr besser nicht unter die Augen treten!
Er hatte ihr stilles Grummeln mitbekommen. Seine zärtliches Streicheln auf ihrer Wange ließ sie aufsehen.
„Du wirst hier sitzen bis ich zurück bin und bleib artig.“
Bei den letzten drei Worten grinste er vielsagend, was sie keck erwiderte.
Schnell warf er sich sein dunkles Gewand über und verließ lautlos das Zimmer.
Nea kuschelte sich mit dem Rücken in die weiche Lehne. Vergeblich versuchte sie zur Ruhe zu kommen. Seine Hand gerade eben war wie Nahrung für das Kribbeln, das weiterhin tief in ihr loderte..
Seufzend schloss Nea wieder die Augen und erinnerte sich in Gedanken nochmals an die Szene. Eine heiße Welle zog durch ihren Leib, als sie die Bilder wieder durchlebte, dass sich ihre Brustwarzen steif aufstellten und ihre rechte Hand zwischen ihre Schenkel glitt.
Der Hunger war noch nicht gestillt. Nur der erste Appetit befriedigt.
Sollte ihr Alles beistehen aber ihr Verlangen nach ihm wuchs mit jeder Sekunde.
Wie von selbst begann ihre Hand das verführerische Spiel.
Und genauso sah er sie, kaum das er kurz darauf wieder das Zimmer betrat.
Das linke Bein hatte sie weiter über die Armlehne gestreckt, dass sie halb schon im Sessel lag. Stöhnend gab sie sich dem eigenem Spiel hin ohne überhaupt von seiner Anwesendheit Notiz zu nehmen.
Der Anblick den sie bot, so schamlos weit die Beine gespreizt, die Finger, die sich zusehends tiefer in die glänzende Nässe gruben... er wollte sie haben! Wieder mit ihr spielen, ihr Keuchen und Stöhnen hören, das leidenschaftliche Winden ihres Körpers sehen und fühlen bis ihr Flehen nach Erlösung an sein Ohr drang.
Kurz ballten sich seine Hand zur Faust. Längst reagierte sein Körper auf das Schauspiel. Sie war so herrlich verdorben in ihrer Art. Schnell schüttelte er den Kopf.
Das Anliegen, welches ihm vorgetragen wurde, duldete keinen Aufschub!
Lautlos glitt er hinter den Sessel. Die neue Perspektive auf ihren langsam zuckenden Leib brachte in kurz in Versuchung. Nein, erst würde er sich um das Anliegen kümmern. Aber danach zählte nur noch Nea!
Gemächlich schlenderte er um den Sessel herum. Beobachtete wie sie sich selbst Lust verschaffte. Deutlich lag ihr Stöhnen und Keuchen im Raum, erfüllte die Luft mit den Lauten der Ekstase.
Ihre Lider zuckten unruhig, doch ihre Gesicht drückte den köstlichen Genuss aus.
Dieses kleine Biest!
Ohne ihr Gesicht aus dem Blick zu verlieren, schob sich seine eine Hand auch zwischen ihre Schenkel, während die andere ihr freies Handgelenk packte.
Mehr als erschrocken zuckte Nea zusammen, erstarrte förmlich für einige Augenblicke kaum das Etwas zu griff. Panisch sah sie sich um.
Keuchend irrte ihr Blick umher bis sie ihn erkannte und die Spannung ein klein wenig nachließ.
„Das verstehst du also unter artig bleiben!“
Das Lodern in seinen Augen und die strenge Stimme entlockte ihr ein weiteres Keuchen.
„Ich...“ brachte sie kaum hörbar über die bebenden Lippen, aber er riss sie einfach aus den Sessel auf die Füße. Noch ehe sie reagieren konnte hatte er ihr ihre Arme auf den Rücken gedreht und hielt sie eisern fest.
Ein Schauer rann Nea über den Körper.
Wieder konnte sie sein Gesicht nicht sehen, nicht in seinem Blick erkundschaften was er womöglich vor hatte.
„Habe ich dir das zugestanden, was ich hier gesehen habe? Das du dir einfach selbst Befriedigung verschaffst. Und noch dazu so schamlos..“
Sein warmer Atem an ihrem Hals steigerte das Verlangen wieder, das selbst durch den Schreck nicht verschwunden war. Nea konnte nicht anders und schloss genussvoll die Augen. Als ihr Kopf leicht gegen seine Schulter fiel, stieß er sie grob zwei Schritte nach Vorne ohne die Hände los zu lassen. Sie kam kurz ins Straucheln, stolperte aber nicht.
Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren, schob er sie weiter vor sich her bis zu dem großen Bett.
Ihr Herz machte ein paar wilde Sprünge.
Was hatte er nur mit ihr vor?
Ehe sie eine Antwort fand, lag sie schon bäuchlings mitten in den Kissen. Prustend drehte Nea ihren Kopf zur Seite, doch ihr langes Haar versperrte ihr die Sicht.
Plötzlich setzte sich ein Gewicht auf ihre Oberschenkel. Nur zu gut wusste sie wer das war!
„Ich denke ich muss dir noch einiges beibringen. Disziplin und Selbstbeherrschung unter anderem. Aber das werde ich jetzt machen.“
Etwas schlang sich um ihre Handgelenke. Es fühlte sich im ersten Moment weich an, aber als er es anzog spürte sie das starke Seil, dass jetzt ihre Hände zusammenhielt.
„Damit du nicht auf dumme Gedanken kommst während ich weg bin!“ murmelte er und setzte sich neben sie,
Nea wollte schon grinsen, verbiss es sich aber. Die Fessel würde kein Hindernis für sie darstellen.
Bewegungen an ihrer linken Seite holten sie aus ihren lachenden Gedanken.
„Nein!..“ schrie sie auf als ein weiteres Seil um ihre Fußknöchel gebunden wurde.
„Schweig!“
Seine Stimme war noch dunkler geworden. Sofort schluckte Nea die noch wartenden Worte hinunter. Verärgern wollte sie ihn keinesfalls und das tiefe Timbre war Beweis für sie genug wie dicht sie an diese Grenzen bereits heran geschritten war.
Wenn sie wüsste!!
Nicht Wut oder Zorn über ihr Verhalten, nein vielmehr das Verlangen nach ihr ließ ihn so heiser klingen.
Als beide Knöchel zusammen gebunden waren, fiel sein Blick auf ihre gefesselten Hände und ein gemeiner Gedanke ward just in dem Moment geboren.
Langsam zog er ihre Füße in Richtung ihres Rückens, dass nur noch ihre Oberschenkel bis zu den Knien auf dem Bett lagen. Mit zwei flinken Griffen und einen wirklich fiesen Knoten später war sie nun völlig außer Gefecht gesetzt.
Nea schnappte unwillkürlich nach Luft. Die Haltung war nicht unbequem, aber ungewohnt.
Plötzlich bewegte sich die Decke auf der sie lag. Aus dem Augenwinkel und durch den dichten Haarschleier erspähte sie seine Konturen.
„Du siehst richtig verlockend aus..“, sein Flüstern dicht an ihrem Ohr bewirkte nur, dass ihr ganzer Körper von einer Gänsehaut überzogen wurde.
„Und vor allem kommt meine süße Hexe so nicht in Versuchung etwas zu tun, was ich ihr nicht gestattet habe.“
Fingerspitzen tanzten hauchzart über ihre Schulter, den Rücken hinab, seitlich über ihren Po und über die Arme wieder zurück. Innerlich seufzend gab sie sich den Zärtlichkeiten hin, sehnte sich nach mehr.
Sein Lächeln als ihr Körper sich lockerte konnte Nea nicht sehen. Dafür spürte sie wie er aufstand und hob soweit es ging den Kopf.
Er kam noch einmal zurück, strich die Haare zur Seite und legte für einen atemberaubenden Moment seine Lippen auf ihre. Dann folgte ein kleiner Stubser auf ihre Nase ehe er doch den Raum verließ.
Sie hörte wie die Tür mit einem leisen Klicken geschlossen wurde.
Jetzt lag sie alleine in dem großen Bett, gefesselt und ohne Möglichkeit sich zu befreien. Die Seile schnitten nicht in ihre Haut, dazu waren sie außen zu weich. Doch die starke Seele innen drin hielt unnachgiebig fest.
Auch die Knoten hatte er so abgesichert, dass sie es nach dem ersten gescheiternden Versuch sie doch zu lösen aufgab.
Ein Stöhnen mischte sich zu dem leisen Knistern des Kaminsfeuers. Innerlich loderte die Lust in ihr genauso wie die Flammen und sie war zur Unbeweglichkeit verdammt!
Vielleicht half es ihr wenn sie tief ein- und ausatmen würde.
Sie lag zwar auf dem Bauch, bekam aber genug Luft. Langsam und mit jedem Atemzug schaffte sie es das verräterische Pochen und Kribbeln auf ein erträgliches Niveau zu senken.
Das Rauschen ihres eigenen Blutes in den Ohren wich dem beruhigenden Pfeifen des Windes vor den Fenstern.
Die Zeit floss gemächlich dahin. Nea entspannte sich so gut, dass sie in eine Art Halbschlaf fiel, indem sie nicht wirklich träumte, aber auch nicht alles um sich herum wahrnahm.
Die kuscheligen Kissen taten ihr Übriges dazu.
Deswegen dauerte es eine ganze Weile bis sie auf das störenden Geräusch aufmerksam wurde. Mühsam schälte sich Nea aus den Fängen des leichten Schlafes.
Hatte sie doch geträumt?
Ein leises Schlurfen wie schlendernde Schritte. Mit einem Mal war sie hellwach. Jemand oder irgendetwas war hier!
Aber wagte es überhaupt jemand seine Räume ohne seine Erlaubnis zu betreten?
Anscheinend ja, denn die Schritte kamen näher. Genau in ihre Richtung!
Und so wie sie hier lag, war es ein unverschämtes Angebot für jedermann.
Nea riss den Kopf hoch und ließ sich auf die Seite fallen. Doch ehe sie durch den raschen Positionswechsel etwas erkennen konnte, wurde es dunkel um sie herum.
Panisch schnappte sie nach Luft. Das Atmen fiel ihr plötzlich schwerer durch die Finsternis die sie umgab. Auch mit wilden Kopfschütteln konnte sie sich nicht befreien.
Um Alles in der Welt, was war das nur? Und vor allem WER war bei ihr?
Eine Berührung an ihrer Schulter, sanft und doch fest genug, dass es durch ihre wahnsinnigen Gedanken sickerte.
Es fühlte sich an wie eine Hand! Eine weiche, flauschige Hand. Jetzt ahnte sie auch warum sie nichts sehen konnte.
Die Person musste eine Decke über sie geworfen haben. Sie war groß und dicht genug, dass sich nirgends eine Lücke für Licht oder einen freien Blick auftat und leicht genug das sie nicht erdrückend wirkte.
Die Berührung ging in ein zärtliches Streicheln über. Ganz behutsam, so als wollte sie sagen, dass sie keine Furcht zu haben bräuchte.
Nea schluckte verkrampft den Klos in ihrem Hals hinunter. Die Hand glitt über ihren Arm bis zu den Fesseln, weiter über ihre Waden hinab. Nur um den Weg über ihre Schenkel wieder hinauf zu wandern. Ihr Puls schoss in die Höhe, als die Hand sich, trotz Decke, ein kleines Stück zwischen ihre Beine schob. Gefährlich nahe dem einen Punkt!
Für eine Sekunde erstarrte Nea wie zu einer Eisstatue, dann kam das Leben zurück und ihr Kampfgeist erwachte. Mit Wucht bäumte sie sich auf, was zur Folge hatte das die Hand vollkommen verschwand. Sofort versuchte Nea sich robbend weg zu bewegen.
Durch den Stoff der Decke drang ein heiseres, dumpfes Lachen.
Ihr Gegenüber wusste ganz genau, dass sie keinen großen Erfolg mit ihren Vorhaben haben würde.
Mühelos hakte sich ein Arm in die kleine Lücke zwischen Körper und den Fesseln und sie saß fest!
Vergeblich zappelte Nea. So wie sie verschnürt war, blieb ihr kein Ausweg. Einige Haarsträhne klebten an ihren Wangen, denn unter der Decke wurde es zusehends wärmer.
Wer immer sich zu ihr gesellt hatte, wartete in aller Ruhe ab.
Kaum das ihre Gegenwehr erlahmte - was hätte sie auch noch groß ausrichten sollen? – meinte sie ein zufriedenes Glucksen zu hören.
Lange Zeit passierte nichts mehr. Der Arm ruhte weiterhin an seinem Platz. Neas Atmung hatte sich einigermaßen wieder normalisiert als Bewegung in den Eindringling kam.
Er änderte seine Position. Saß er vorhin noch an ihren Füßen, spürte sie die Nähe jetzt direkt hinter sich im Rücken.
Sofort kam wieder Leben in ihren Körper, aber die Decke lag so das selbst ihre Fingernägel ihn nur berührten aber nicht wie sie es vorgehabt hatte zerkratzten.
Neas leises Fluchen wurde wieder von dem heiseren Lachen unterbrochen.
„Aufhören! Sofort!“, fauchte sie nicht minder wütend über den bloßen Hohn, den er ihr entgegenbrachte. Auch wenn die Decke den größten Teil ihres Aufschreis schluckte.
Unbeeindruckt blieb die Wärme hinter ihr bis sich eine vorwitzige Hand unter den Stoff schob und auf ihrer Taille liegen blieb.
Der Klos, den sie vorhin erfolgreich besiegt hatte, schnürte ihr erneut die Kehle zu.
Ganz sachte setzte sich die Hand in Bewegung. Fingerspitzen fuhren in kleinen Kreisen über den Bauch.
„Nein!“, keuchte Nea. Trotz der Ungewissheit und Angst, regte sich in ihrem Inneren auch wieder die Lust. Es war so verwirrend und erregend zugleich.
Sie wusste immer noch nicht WER bei ihr war! Die Hand war nicht die ihres Meisters! Dafür war sie zu groß und fühlte sich rauer an. Aber sie gehörte zu einem Mann.
Streichelnd erkundete der Eindringling nun weiter ihren Körper. Wanderte noch Oben bis sich eine ihrer Brüste in seine Handfläche schmiegte.
Sie wollte gegen das Stöhnen ankämpfen, aber als sich ein verführerischer, knetender Rhythmus einstellte, drang es nur lauter über ihre Lippen.
Wieso erregte es sie nur so? Ein Wildfremder war in die privaten Räume eingedrungen und schien der Versuchung nicht widerstehen zu können.
Die Hand widmete sich nun ihrer anderen Brust, aber nicht mit weniger Intensität.
Nea zuckte zurück, stieß aber sofort gegen den Unbekannten.
Unbeirrt machte er weiter, entlockte ihr ein weiteres Stöhnen. Tränen traten in ihre Augen.
„Nicht...bitte..“ ihre Stimme zitterte merklich.
Doch die Hand fuhr wieder tiefer zu ihrem Bauchnabel, vollführte dabei kleine Tänze auf ihrer Haut.
Verzweifelt wandte sie sich nochmals an den Fremden.
„Bitte, hört auf damit! Bitte...“
Hatte er sie trotz Decke gehört? Ein Zittern durchlief ihren Körper. Sie wartete aber es kam keine Reaktion, jedenfalls nicht die von ihr erhoffte.
Er schien ihre Worte zu ignorieren, beschäftigte sich vielmehr mit den Köstlichkeiten, die sie zu bieten hatte.
Erneut spielte er mit ihren Brüsten, kniff ab und ab in das empfindliche Fleisch. Lauschte ihren Aufschreien, die sich mit tiefen Seufzern mischten.
Was er nicht sah, waren die Tränen, die ihr über die Wangen liefen. Vor Scham wäre sie am liebsten im Boden versunken. Wie konnte sie nur so schwach sein? Das sie Gefallen daran fand von einem Fremden so angefasst zu werden.
Nein, das durfte nicht weitergehen! Wie sollte sie das je ihrem Meister erklären?
Oder was wäre wenn er jetzt gleich zur Tür reinkommen würde?
Die Gedanken in ihrem Kopf überschlugen sich.
Gäbe er ihr dann die Schuld an ihrer Lage? Sie hätte ja um Hilfe rufen können. Nur darauf war sie vor lauter Überraschung nicht gekommen.
Und die Decke dämpfte eh jeden einzelnen Laut den sie von sich gab. Hinter der Tür würde sie sowieso niemand hören.
Durch die ganzen Überlegungen merkte Nea erst nicht wie sich die Haltung ihrer Beine lockerte. Der Fremde hatten den Verbindungsknoten zu ihren Handfesseln gelöst. Aber mehr nicht. Ihre Gelenke blieben weiterhin zusammengebunden.
Er bewegte sich etwas und setzte sich auf. Durch die Decke fühlte sie beide Hände, die ihr halfen die Beine auszustrecken. Keine Sekunde später wünschte Nea er hätte es nicht gemacht. Für vier oder fünf Atemzüge kribbelte es unerträglich, als ob Tausende von kleinen Ameisen sie überall beißen würden.
Gegen das aufkommende Stöhnen konnte sie nichts machen.
„Gleich ist es besser.“
Die Stimme des Unbekannten drang nur sehr leise durch die Decke, zumal er auch geflüstert hatte. Sie ähnelte trotzdem keiner Stimme, die sie kannte. Dabei war ihr Klang nicht mal unangenehm.
„Beweg etwas deine Muskeln, dass hilft.“
WER war das? Fieberhaft suchte Nea alle Personen durch, die ihr in seinem Haus begegnet waren. Aber es wollte nichts passen.
„Auuu!..“ rutschte es ihr raus als eine Hand ihr leicht in die Oberschenkel und Waden kniff.
„Wenn du es nicht machst, muss ich dich dazu bringen. Oder soll das ewig so kribbeln?“
Sein Körper lag erneut hinter ihr.
Die Chance sich zu drehen vertan!
„Wer seit ihr?“
Immer noch verhinderte die Decke jegliche Sicht auf den Fremden. Dafür geriet die eine Hand wieder auf Wanderschaft. Nea wollte ihn treten, doch irgendwie musste er ihre Anspannung bemerkt haben und legte kurzerhand seine Beine so über ihre, dass sie sich nicht mehr rühren konnte.
„Nein!“, schrie sie.
„Shhttt..“, drang es zu ihr. Beruhigend strich die Hand unter der Decke über ihren Bauch.
Einige Schweißperlen liefen ihr über den Hals. Die Hitze in ihrem dunklen Gefängnis nahm mehr und mehr zu. Was sich auch auf ihr Bewusstsein auswirkte. Sie fühlte sich leicht benommen, als ob sie eindämmern würde. Bis erneut Bewegung in seine Hand kam.
Vor Schreck verschluckte sich Nea und musste husten. Kaum das der Hustenreiz weg war, fuhren die Fingerspitzen mit stärkerem Druck über ihre Beine.
„Du fühlst dich gut an. So warm und weich. Besonders hier...“
Seine Finger schoben sich zielsicher zwischen ihre Schenkel.
Nea bäumte sich vergebens gegen ihn auf.
„Nein!! Aufhören!!“, keuchte sie als zwei starke Finger noch tiefer eindrangen.
„Warum sollte ich? Und so nass wie du bist, gefällt es dir auch.“
Ihr zweites Keuchen war ihm Bestätigung genug. Jetzt begann seine Hand sich spielerisch zurück zu ziehen. Gerade soweit das nur noch seine Fingerspitzen in ihr waren ehe er abermals vollends in ihren wehrlosen Körper eintauchte. Immer und immer wieder!
Stöhnend suchte Nea nach dem letzten Rest klaren Verstandes. Schüttelte schwach ihren Kopf. Aber es hatte keinen Sinn! Vor ihren Augen liefen all die heißen Bilder mit ihrem Meister ab.
„Du läufst ja fast aus vor Geilheit. So liebe ich das! Es...“
Den Rest seiner Worte hörte Nea nicht mehr. Halb schreiend, halb stöhnend warf sie sich gegen den Fremden als ihr Körper in purer Ekstase zu explodieren schien.
Das Zucken und Beben hielt sogar noch länger an als sonst; während seine Finger jetzt blieben, wo sie waren.
Völlig ausgelaugt von all dem sackte Nea in diesen Dämmerzustand zurück. Die Hitze unter der Decke und in ihrem Körper forderten beide Tribut. Sie hatte keine Kraft mehr, die Augen zu öffnen oder sich gegen jegliche noch mögliche folgende Tat zu wehren.
Ganz wage spürte sie wie ihre Beine wieder in die alte Position gebunden wurden.
Wie ein leichter Windhauch verschwand die Decke, gab ihren verschwitzten Leib frei. Finger strichen kurz über ihre Schläfen.
Dann war sie eingeschlafen.

„Nea...Nea aufwachen..“
Jemand flüsterte ihren Namen.
“Mmh?” mit noch halb geschlossenen Augen kam sie wieder zu sich. Wollte sich strecken und zuckte empfindlich zusammen als ihr die Seile und ihre gefesselte Lage von neuem bewusst wurden. Ein Frösteln ließ sie zittern.
Ihm war das nicht entgangen.
„Gleich ist dir nicht mehr kalt, meine süße Hexe.“
Diese Stimme ... Ihr Meister war zurück!
Nea verrenkte sich fast den Hals, um auch wirklich sicher zu gehen das er es war. Und sie sich nicht getäuscht hatte. Eine wahre Welle der Erleichterung ließ sie schluchzen als sie ihn seitlich neben sich auf dem Bett sitzen sah.
Besorgt beugte er sich zu ihr hinab, küsste eine kleine salzige Träne von ihren Lippen.
„Nur noch einen kleinen Augenblick, dann kannst du dich ausstrecken.“
Sachte begannen seine Finger die Knoten zu lösen. Die Spannung , die ihre Füße so hochgebunden gehalten hatte, verschwand.
Seufzend genoss Nea diese Freiheit. Sein zärtliches Kraulen ihres Nackens war die zuckersüße Zugabe.
„Dreh dich auf den Bauch Nea.“
Fragend schaute sie zu ihm, aber er lächelte nur. Nur wie sie so auf der Seite lag, ihre Hände immer noch hinter ihrem Rücken gefesselt, hatte sie nicht genug Schwung aufbringen können.
Doch auch jetzt half er ihr dabei.
„Meine süße Hexe soll es nun etwas bequemer haben.“
Der nächste Knoten, der ihre Knöchel zusammenhielt löste sich. Was für eine Wohltat.
Nea ließ ihre Füße etwas in der Luft kreisen bis er sich nacheinander erst den linken dann den rechten Fuß schnappte und mit einem anderen Seil an die Bettpfosten band.
Ein ängstlicher, erstickter Laut der an ein „Nein“ erinnerte durchdrang die Stille.
Schnell war er neben ihr.
„Shhht ganz ruhig. Du brauchst keine Angst zu haben Nea. Ich bin da!“
Wieder suchten seine Lippen die ihren, während seine Arme sich wie ein Schutz um sie legten. Der Kuss war behutsam. Er gab ihr die Zeit sich an diese neue Situation zu gewöhnen. Und als ihre Zunge seiner schließlich antwortete, war die Zeit reif für den nächsten Schritt. Doch vorher kostete er es genüsslich aus. Knabberte und küsste so verführerisch, dass er ihr ein leises Stöhnen entlockte.
Ein prüfender Blick in ihre Augen. Die Furcht war verschwunden und ein warmes Lächeln strahlte ihm entgegen.
„Ich habe noch eine Überraschung für dich.“
Sie zwinkerte neugierig.
„Später meine süße Hexe. Erst mal sind deine Hände dran.“
Mit flinken Finger befreite er ihre Arme aus der, mit der Zeit, ungemütlichen Stellung...